Am Freitag, den 25.September 2026, lud das Netzwerk Flüchtlinge Langendreer zu einem Friedensfest im Stadtteil ein. Ursprünglich hatten die Veranstalter das Fest für Juni geplant, aber wegen der damaligen Hitzewelle musste es verschoben werden.

Mit dem Friedensfest sollte in einer Zeit, die von zunehmender Isolation, Unsicherheit und Polarisierung geprägt ist, ein Ort der Gemeinsamkeit, der Sicherheit und des Austausches geschaffen werden – etwas Positives, Bestärkendes, das von den Menschen Vorort selbst gestaltet würde.
In ihrer Eröffnungsrede brachten die Sprecherin und der Sprecher des Netzwerks die Intention des Festes auf den Punkt: “Zusammen mit unseren Nachbarinnen und Nachbarn aller Nationalitäten wollen wir in Langendreer sichtbar machen, dass die aktuellen Kriege nicht in unserem Interesse geführt werden und dass wir eine rassistische und rechtsextreme Politik in der Bundesrepublik entschieden zurückweisen! Stattdessen machen wir uns in unserem Stadtteil stark für ein solidarisches Miteinander, geprägt von gegenseitiger Hilfe und Rücksichtnahme. Wir wollen, dass alle Menschen hier mit all ihren individuellen Unterschieden gemeinsam und ohne Angst in Frieden leben können.“
Zusammen mit vielen Helfer:innen gelang es den Veranstaltern bei freundlichem Spätsommerwetter am Kirchort St. Marien eine Atmosphäre von fröhlichem, unbeschwertem Miteinander lebendig werden zu lassen.


Auf dem Platz vor der Kirche animierte Ximena die Menschen spielerisch dazu, sich mit Gesten, Musik, Bewegung und Tanz auf Ungewohntes einzulassen. So öffnete sie den Raum für Heiterkeit und unbefangenes Kennenlernen.
Die Kita Werne hatte einen Pavillon mit Basteltisch aufgestellt. Dort konnten Kinder Umhängetaschen bemalen und sich während ihres gleichzeitig konzentrierten und entspannten Tuns gut miteinander unterhalten.

Ein Angelspiel lockte die Kinder, selbstgebackene Fische aus einem Korb zu angeln…und sie dann genüsslich aufzuessen.
Die Teilnehmenden der Sprachcafés und Deutschkurse des Netzwerks trugen mit einem Angebot leckerer Grillspezialitäten und köstlicher Salate zum leiblichen Wohl der Gäste bei, und so fand man sich an Tischen und Bänken mit einem kühlen Getränk zu entspannten Gesprächen ein.


Am Spätnachmittag trat die Sängerin Shari mit ihrer Gitarre vor dem imposanten Kirchenportal auf und begeisterte die Besucherinnen und Besucher mit ihrer ausdrucksvollen Stimme. Mit ihren Songs ermunterte sie die Menschen unterschiedlichsten Alters zum Tanz bis in die Abenddämmerung.

In der einsetzenden Dunkelheit löste ein DJ aus Belarus Shari mit zum Thema der Veranstaltung ausgewählten Tracks ab. Die Gäste tanzten und unterhielten sich noch eine Weile und ließen das Fest auf dem mit Girlanden und Lichtern erhellten Kirchplatz ausklingen.
Veranstaltet wurde das Friedensfest vom Netzwerk Flüchtlinge Langendreer, Langendreer hat’s!, dem Bahnhof Langendreer, der Kolpingfamilie der kath.Kirchengemeinde St. Marien, der evang. Kirchengemeinde und der Kita Werne mit Unterstützung der Bezirksvertretung Bochum-Ost.